In der Regel dienen Folien und Vliese dazu, die Gartensaison zu verlängern. Jungpflanzen können so früher ausgepflanzt werden, wenn ein Wintervlies sie vor den Nachtfrösten schützt. Auch Direktsaaten profitieren von dem warmfeuchten Mikroklima, dass unter Vlies und Folie besteht. Im Winter wiederum können kältetolerante Pflanzen teilweise bis ins Frühjahr hin draußen bleiben bzw. sogar weiter kultiviert werden.

Netze haben eine schützende Funktion. Sie sollen die Pflanzen z.B. davor bewahren, von Erdflöhen, Kohlweißlingslarven usw. befallen zu werden.

Bei Beetbreiten von 75cm empfielt sich eine Vlies- bzw. Netzbreite von 150cm. Das Netz kann so entweder locker auf die Pflanzen gelegt oder auch mit Bügeln aufgespannt werden. Die Länge sollte 1 bis 2 Meter mehr als die Beetlänge betragen, da das Vlies am Ende verknotet wird.

Um Geld zu sparen, bietet es sich an, gleich 20m, 50m oder mehr zu kaufen. Es ist natürlich auch möglich, breitere Rollen zu kaufen und dann auf die passende Breite zu schneiden.

Vlies

Link zum Vlies bei Haga-Welt

Gartenvlies bzw. Wintervlies gibt es in verschiedenen Stärken, die wie bei Papier als Grammatur angegeben werden. In unseren Breitengraden reichen 15-20g/m2 im Frühling und 40g/m2 im Winter. Sehr dünnes billiges Vlies, dass es im Frühjahr günstig im Discounter gibt, hält meist nicht einmal eine Saison, da es sehr leicht zerreißt. Es lohnt sich auf jeden Fall, in Qualität zu investieren. Das rentiert sich langfristig und spart viel Abfall.

Gemüseschutznetze

Link zu Hartmann-Brockhaus

Die Kulturschutznetze gibt es in verschiedenen Maschenweiten. Die engste Maschenweite (0,8mm x 0,8mm) schließt auch noch den kleinsten Erdfloh aus. Im Frühjahr erfüllt ein Wintervlies noch diese Funktion, aber ab 20°C wird es den Pflanzen unter Vlies zu warm. Dann sollte zum Netz gewechselt werden, um besonders gefährdete Pflanzen, wie z.B. Kohl (Kohlweißling), Möhren (Möhrenfliege) oder auch Rukola (Erdflöhe) vor Schädlingen zu schützen.