Meine Name ist Linus Keutzer. Zusammen mit meiner Frau Julia habe ich 2013 ein Haus mit großem Grundstück auf dem Land gekauft. Im selben Jahr habe ich damit begonnen, einen Gemüsegarten anzulegen, um unsere kleine Familie damit zu versorgen. Über die Jahre ist dieser Garten gewachsen. Ich habe gelernt, Obst und Gemüse nicht nur anzubauen, sondern auch auf verschiedene Arten haltbar zu machen.

Der Garten wuchs und mein Erfahrungsschatz mit ihm. Ich begann damit Obst, Gemüse, Eingelegtes, Gedörrtes und Fermentiertes an Freunde, Familie und Arbeitskollegen zu verschenken. Von denen kam schließlich der Impuls, einen Schritt weiter zu gehen und meine Produkte regional zu vermarkten.

Aus meinem Selbstversorgergarten eine profitable Mini-Farm zu entwickeln, stellte mich vor eine große Herausforderung. Denn Landwirtschaft bzw. Gemüsegärtnerei im Kleinbetrieb ist in Deutschland noch nicht sehr populär. In Frankreich oder den USA sind kleine Farmen, die statt mit großem Maschinenpark, mit viel Handarbeit und DIY-Lösungen betrieben werden, schon viel weiter verbreitet. Also sammelte ich Information, probierte und lernte: über Themen rund um biointensive Landwirtschaft, Möglichkeiten der Direktvermarktung und alle deutschen Besonderheiten, wie Hygieneverordnungen, Betriebsformen, steuerliche Hintergründe, Auflagen für bestimmte Produkte usw.

All diese Themen musste ich mir mühsam erarbeiten. Teilweise erhielt ich bestimmte Informationen erst nach einer Reihe von Behördenbesuchen, Mails und Telefonaten. Nun bin ich froh, diesen Weg gegangen zu sein. Ich versorge eine Reihe Haushalte mit Gemüsekisten und verkaufe Gemüse an ein Restaurant und einen Kindergarten. Für alle, die ähnliche Ziele haben, fasse ich meine Recherchen, mein Wissen und meine Erfahrungen rund um die Direktvermarktung von Gemüse und anderen Hofprodukten in diesem Blog zusammen. Denn ich glaube fest daran, dass regionaler Anbau in Kleinbetrieben die Zukunft ist.